Am Anfang war das Wort und am Ende wird es genauso sein; das geschriebene, das gesprochene, das verlorene, das gefundene, das gebrochene, das nicht-existierende, das bereits definierte, das nicht-existente in der Zeit des scheinbaren Anfangs.
Sinn zu suchen macht kein Sinn, denn ohne es verloren zu haben, hätte man es nicht finden können und damit hätte es nicht verloren gehen können. Ein Anfang und ein Ende, unklar in ihren Existenzen.
Das Wort und das andere, eine Kunst-liche Zusammenstellung, zusammengesetzt, Inspiration gequält, um die Inspiration zu finden, so irgendwie war es auch mit dem Sinn.
Alles ähnlich zugänglich. Sehr wahrscheinlich nicht wirklich, sprachliche Zusammenhänge, ohne eine einzige Aussage getroffen zu haben. Da steckt die Kunst, denn trotzdem wurde viel gesagt und damit angesprochen. Die Interpretation ist eine Sache der Interpretation.
Und ich bedanke mich für die Überflutung der Stimmungen, Meinungen und des Schweigens, das nie stattgefunden hat. Stimmt mir zu oder meine anders. Verwechselt und alles durcheinander gebracht. So war es auch gedacht. Unbedacht. Kein Bedarf. Darf ich bitte kurz was sagen? Du darfst gerne auch was fragen. Und? Hör ich dich nicht? Hörst du mich?
Still alive,
hier und da,
hin und her, sie ist so fragil,
atmend in diesem Haus,
der ohne sie zugrunde geht,
still und leer,
komm zurück meine Seele.
Nicht zu hören, unsichtbar,
nimm die Essenz in die Armen,
der Dieb ist weg, geflüchtet.
Ich habe dich vermisst.
alles bewegt sich.
ich sehe dich,
wie du schritt für schritt deine wege gehst.
spüre den wind,
der mich sanft umarmt.
vor meinen augen eine weise wand,
die voller winzigen farbpunkten mit meiner welt räsoniert;
so wie wir es in dieser welt miteinander alle tun.
mein name ist Michaela Tkadleček
und ich habe mir diesen namen nicht ausgewählt,
er wurde mir gegeben.
wir alle werden ohne namen geboren
Warten, bis der richtige Moment kommt, bis sich etwas richtig anfühlt, bis man bereit ist. Warten auf etwas, das vielleicht nie kommt. Nur den Glauben nicht verlieren, eine blinde Hoffnung auf etwas, dass sich schon jetzt surreal anfühlt, vielleicht aber könnte es sich irgendwann mal wahr anfühlen, wenn sich etwas ändert. Von einer Änderung auszugehen, eigene Blindheit und Ignoranz des Selbst zu stützen, sonst bricht die ganze fiktive Welt zusammen und hinterlässt einen realen Bruch in der tatsächlichen Wahrheit der eigenen Lügen. Sich selbst anzulügen und sich mit etwas füllen, das nicht der Wahrheit zu entsprechen scheint, denn am Ende leiden wir gerne für den eigenen höheren Zweck, statt loszulassen und den Frieden in der inneren Ruhe zu finden. Manchmal berechtigt und manchmal nicht. Wenn man es so zu glauben prägt. Der Glaube verliert sich in der Leere der Gefühle.
Die flüchtigen Momente, die verzerrten Fragmente der Möglichkeiten, die ich mir ausgedacht habe und weiß, dass sie nur als Gedanken existieren und ihre eigene Existenz als Gedanken nie verlassen werden. Und dann hoffe ich wieder, langsam gehe ich nieder in dieser hoffnungslosen Hoffnung. Was sie bedeutet ist Wahnsinn der Gefühle. Gefühllos war mir alles egal und jetzt wenn ich fühle ist mir vieles egal. Ja es ist mir egal, aber das hier ist mir nicht egal und ich frage mich.
Ein bisschen, doch wünsche ich mir es ein bisschen mehr.
Sonne. Sie scheint. Hier unten regnet es nicht. Immer wieder. Aber heute nicht. Heute scheint die Sonne; die Sonnenstrahlen bedecken die Grauzone mit Zuversicht. Die Worte fließen. Sie fließen anders als Tränen, gegossen verlassen sie das Gefäß. Gegossen. Pflanzen gießen, sie wachsen, sind durstig, immer wieder und ich schaue denen zu, wie sie die Sonne genießen. Und genieße die Sonne mit. vielleicht wie eine Pflanze, aber wahrscheinlich eher nicht. Übergossen.
Niemand weiß wann es kommt und ob überhaupt. Denn es existiert eben-nicht. Das Zurückkommen und wahres Erschrecken, für eine Sekunde, vielleicht zwei, vielleicht eine halbe Minute und vielleicht eine halbe Stunde. Ankommen. Angekommen sein. Nein, so lange ging es nicht. Vielleicht zwei Minuten. Verständlich und verständnisvoll, verlassene Orte. Eine Idee und ein Gedanken, ein Bedenken, ein Ort in einem drin. Fluss und das Verabschieden von jeder Welle, die die Quelle der Orte ist und war und wird, Orte sind nicht existent. Sie fühlen sich real an. Doch. Wahrgenommen, angenommen, angekommen.
Daher ist ein Verlassen von Orten und Wellen und Quellen der Qualen der Wahlen, eigenen vielleicht, vielleicht auch nicht, weiß ich nicht. Was wollte ich sagen? Nichts. Es gibt nicht vieles zu sagen, zu viel gesprochen, unterbrochen, nicht ausgesprochen, bräuchte es die Worte nicht. Und doch sind sie das was sie sind. Geschrieben, gesprochen, Unterschied ungültig, nicht zu unterschätzen, in den vielen Sätzen, folgend dem-der-den. Einfach nur. Habe ich etwas vergessen? Sicher. Das Unausgesprochene. Heiß ist der Brei. Und glaub mir:lieber nicht. Denn ich weiß nicht was ich dir sage, wenn du mir nicht sagst was du hörst. Das ist die Problematik des Glaubens an sich. Ich glaube, es wird bald wieder regnen.
Am Ende des Tages gibt es nichts mehr und nichts weniger als den Alltag.
Er begrüßt uns und verabschiedet sich, immer anwesend, als ob er nie da wäre.
nie und immer anwesend.
wer begegnet, begegnet bewusst und aufmerksam:
dem fallenden Blatt, dem Fremden, dem Vertrauten, dem Leben das uns alle verbindet,
— das wir sind.
Reflexionen und Projektionen
in
Räumlichkeiten, die wir erschaffen, ausgraben und am Leben erhalten, um sie zu vergessen, damit wir uns erinnern können.
2026